Ivar Skjelbred, DPT, D.O.
Doctor of Physical Therapy (USA) Osteopath SVO-FSO
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8853 Lachen
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Wie funktioniert Osteopathie?


Die Osteopathie versteht sich dabei selbst weder als Massage noch als Chiropraktik oder Physiotherapie, sondern als spezifische und vor allem ganzheitliche Richtung der manuellen Medizin. Ein gravierendes Unterscheidungsmerkmal zu den anderen genannten Disziplinen manifestiert sich insbesondere in der Kompetenz der Osteopathie eine eigenständige osteopathisch-medizinische Diagnose zu stellen und danach entsprechend zu behandeln.

Unser Körper stimmt alle lebensnotwendigen Funktionen in ständiger Bewegung aufeinander ab. Ein Grossteil dieser Mobilität ist uns selten bewusst. Hierzu zählen der pulsierende Blutstrom, die rhythmische Atembewegung, die unwillkürliche Arbeit unserer Verdauungsorgane, die Strömung der Körperflüssigkeiten und schliesslich die Bewegungen der Muskulatur, Sehnen, Gelenke und Bindegewebe.

Solange die körpereigenen Interaktivitäten funktionieren, solange die Körperteile und Organe sich in der für sie eigenen Frequenz bewegen, ist der Organismus gesund – die Osteopathen sagen dazu: „Das Leben ist im Fluss“.

Werden die Bewegungen einzelner Körperstrukturen eingeschränkt, beeinflusst das deren Funktion. Ist die Funktion einer Struktur gestört, zeigt sie sich in einer veränderten Beweglichkeit.
Nicht immer signalisiert uns der Körper eine Funktionsstörung durch Schmerzen oder andere Beschwerden. Unser Organismus ist sehr anpassungsfähig und kann manche "Störung", wie Fehlhaltungen, stressbedingte Verspannungen oder sogar Verletzungen lange Zeit ausgleichen. Dabei wird die eingeschränkte Funktion von anderen Körperstrukturen übernommen. So "verlagern" sich Funktionsstörungen und wirken sich auf andere Bereiche des Körpers aus.

Ist aber die Ausgleichsfähigkeit des Körpers erschöpft, dann genügt schon ein kleiner physischer oder psychischer Einfluss, um unverhältnismässig starke Reaktionen hervorzurufen. Diese können dann an einer ganz anderen Stelle des Körpers auftreten. So kann beispielsweise ein Luftzug oder eine ungeschickte Bewegung einen Hexenschuss provozieren. Oft liegt also die Lösung für Beschwerden nicht dort, wo wir Schmerzen empfinden. So kann durchaus eine Mittelohrentzündung mit einer Fehlfunktion des Zwerchfell zu tun haben.

Spätestens hier setzt die Aufgabe des Osteopathen an: Indem er mit seinen Händen die Bewegungseinschränkungen löst, hilft er dem Körper, Funktionsstörungen zu beheben. Durch seine genauen Kenntnisse der Anatomie, Physiologie, Neurologie etc. dringt der Osteopath dabei von den Symptomen zu den Ursachen der Beschwerden vor und ordnet jede Störung und deren Behandlung in die Bewegungszusammenhänge des gesamten Organismus ein.

Osteopathie versteht sich als spezifische und vor allem ganzheitliche Richtung der manuellen Medizin.

Solange die körpereigenen Interaktivitäten funktionieren, ist der Organismus gesund – die Osteopathen sagen dazu: „Das Leben ist im Fluss“.